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100 Jahre DIN-Norm

3. März 2018, 21:14

Während des Ersten Weltkriegs, in dem Deutschland noch mal alle militärischen und wirtschaftlichen Kräfte effizient bündeln und mobilisieren wollte, formulierte die besagte erste DIN-Norm die einheitlichen Maße und Werkstoffe für „Kegelstifte“. Das sind konische Verbindungselemente, die in entsprechende Bohrungen eingebracht werden, um Maschinenteile insbesondere in Waffen zusammenzuhalten. Nach dieser ersten Norm sind bis heute rund 34.000 verbindliche Standards in allen Bereichen von Industrie und Wirtschaft realisiert worden, die anfangs von dem – aus dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) hervorgegangenen – „Normenausschuss der Deutschen Industrie“ und heute vom Deutschen Institut für Normung e. V. begleitet und bestimmt werden. 

Demnach erscheinen jedes Jahr mehr als 2.000 DIN-Normen neu und wird spätestens alle fünf Jahre überprüft, ob eine Norm noch technisch aktuell ist oder benötigt wird. Für den Nutzer sind die Normen mit mehr Sicherheit, Qualität und Zuverlässigkeit verbunden. Dementsprechend sind Normen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, da Unternehmen die entsprechenden Produkte besser massenfertigen und verkaufen können. Nach Angaben der TU Berlin werden allein in Deutschland durch die Normung jährlich 15 bis 20 Milliarden Euro extra erwirtschaftet.

Die meisten DIN-Normen sind durch die fortschreitende Globalisierung immer mehr durch europäische und internationale Normen ergänzt oder ersetzt worden. Übrigens ist die älteste, derzeit noch gültige Norm die DIN 1289 „Feuergeschränk für Kachelöfen; Fülltür für Füllfeuerung“ mit dem Ausgabedatum April 1928. Und die eingangs erwähnte Norm für „Kegelstifte“ überdauerte immerhin 74 Jahre, bis sie im Jahr 1992 durch eine europäische Norm abgelöst wurde.

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