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DIHK: Unfairer Wettbewerb trübt optimistische Handelsstimmung

28. November 2017, 13:22

„Der Einzelhandel geht mit Rückenwind ins Weihnachtsgeschäft“ sagte Ulrike Regele der „Lausitzer Rundschau“ unter Verweis auf die jüngste DIHK-Konjunkturumfrage. „Die Branche ist noch optimistischer gestimmt als im Vorjahr.“ Der Erhebung zufolge rechneten 87 Prozent der Einzelhandelsunternehmen im Herbst 2017 mit besseren oder gleichbleibenden Geschäften, 2016 seien es noch 84 Prozent gewesen.

Als Wermutstropfen bewertete die Expertin jedoch die Zunahme von Produktverkäufen durch sogenannte Drittstaatenhändler: „Vorwiegend aus dem asiatischen Raum werden Waren direkt oder über europäische Logistik-Zentren (Fulfillment-Center) ohne Umweg an Endverbraucher in der EU verkauft“, berichtete Regele. „Eigentlich wäre dagegen nichts einzuwenden, aber viele der eingeführten Produkte entsprechen nicht den europäischen Sicherheitsanforderungen.“

Das zeigten auch Zahlen der Bundesnetzagentur: „2016 wurden über 10.000 verdächtige Warensendungen gemeldet – eine Verdopplung seit 2013 – davon erhielten 88 Prozent keine Freigabe für den europäischen Markt“, so die DIHK-Handelsexpertin. „Und das ist nur die Spitze des Eisberges.“ Denn viele Warensendungen würden erst gar nicht gemeldet – „und Produkte, die aus Logistik-Zentren versandt werden, bekommt die Marktüberwachung überhaupt nicht zu Gesicht“.

Der deutsche Einzelhandel befinde sich also in einem unfairen Wettbewerb, kritisierte Ulrike Regele: Während der nationale Händler prüfen müsse, ob Produktsicherheitsvorschriften eingehalten würden, falle das bei den außereuropäischen Händlern oft unter den Tisch.

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