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Forscher überprüft mikrobiologische Qualität von Kaffeezubehör

29. Juni 2017, 10:33

Dr Master-Student Jan Schages konnte in seiner Abschlussarbeit im Studiengang Lebensmittelwissenschaften unter der Betreuung durch Prof. Dr. Dirk Bockmühl, Professor für Hygiene und Mikrobiologie an der Fakultät Life Sciences, nach Hochschulangaben feststellen, mit welchen hygienischen Risiken die Verbraucherinnen und Verbraucher beim Kaffeekonsum aus Kaffeevollautomaten konfrontiert werden.

Es zeigte sich deutlich, dass die Kaffeemaschine eine Quelle für Mikroorganismen sein kann und sich vor allem Bakterien hinterher auch im gebrühten Kaffee wiederfinden. Obwohl es bislang keine Belege für eine gesundheitliche Gefährdung durch verunreinigten Kaffee gibt, wird dazu geraten, Kaffeevollautomaten regelmäßig zu reinigen.

Rückhalt bekommt die Nutzung von Mehrwegbechern als Alternative zu „Coffee-to-Go“-Bechern durch die Untersuchungen der Masterarbeit. Es konnte nachgewiesen werden, dass die mögliche Keimbelastung durch mehrfach verwendbare Kaffeebecher im Vergleich zu den möglichen Risiken einer schlecht gepflegten Maschine vernachlässigbar ist.

Philip Heldt, der das Projekt von der Verbraucherzentrale NRW begleitet hat, begrüßt diese Befunde und sieht darin eine Bestätigung, die Verwendung von Mehrwegbechern auch aus ökologischen Gründen weiter zu fördern.

Vor diesem Hintergrund riet Jan Schages in einem Interview der regionalen Tageszeitung Rheinische Post (RP) dazu, die Module von Kaffeemaschinen wie Wasser- und Kaffeebehälter sowie die Brüheinheit regelmäßig gründlich zu reinigen. Demnach soll auch eine eine hohe Kaffeetemperatur vor einer höheren Keimbelastung schützen. Wenn die durchschnittliche Temperatur von 60 bis 63 Grad Celsius bei Kafeeautomaten nur leicht auf 68 Grad Celsius erhöht würde, würde schon ein Großteil der Keime abgetötet, so Schages gegenüber der RP.

Dem RP-Artikel zufolge will Jan Schages dem Thema Hygiene im Haushalt treu bleiben und sich in seiner Doktorarbeit Waschmaschinen widmen.

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