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Handel ermöglicht Wahlfreiheit beim Bezahlen

15. Februar 2018, 12:00

Optionen statt Ersatz

Laut HDE bieten die Händler neue Zahlverfahren als zusätzliche Optionen an, nicht als Ersatz zum Bargeld. Die Politik sollte angesichts des ausdrücklichen Kundenwunsches nach Barzahlung keine Einschränkungen in diesem Bereich vornehmen, warnt HDE-Experte Ulrich Binnebößel: „Die Diskussionen über die Einführung einer Bargeldobergrenze, die Abschaffung von kleinen Centmünzen oder die Diskriminierung des 500 Euro-Scheins sind falsche Signale. Vielmehr sollten Entscheidungen zur Verbesserung der Effizienz in der Bargeldlogistik getroffen werden, die es dem Handel ermöglichen, die Wahlfreiheit für den Kunden bei akzeptablen Kosten auch in Zukunft zu ermöglichen.“

Basis NFC-Technologie

Die Bundesbank-Studie macht laut HDE auch deutlich, dass unbare Zahlungsarten immer stärker genutzt werden. „An immer mehr Kassen im Handel können Kunden mit Karte bezahlen, zunehmend auch kontaktlos“, so Ulrich Binnebößel. Mit der Umrüstung der Terminals auf die sogenannte NFC-Technologie (Near-Field-Communication – Nahfeld-Datenkommunikation) werden zudem die Grundlagen geschaffen, damit Kunden mit ihrem Smartphone bezahlen können.

Kein praktikables Modell

Hier mangelt es laut HDE allerdings noch an praktikablen Modellen, die dem Kunden Mehrwerte bieten und zur Nutzung motivieren. Teilweise sind die Zahlungsarten für den Handel aber auch zu teuer, kritisiert Ulrich Binnebößel: „Hier sollte die Politik insbesondere in Europa dafür sorgen, dass dominierende Zahlverfahren ihre Marktstellung nicht ausnutzen. Die EU-Verordnung zur Deckelung der Interbankenentgelte bei Kartenzahlungen kann nur ein Anfang sein und muss spätestens bei ihrer anstehenden Überarbeitung weitergehende Maßnahmen festlegen.“

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