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HDE: Umsatz-Prognose und KMU-Probleme

18. April 2018, 16:23

Richtiger Rahmen nötig

Damit die Händler entsprechende Angebote aufbauen können, setzt sich der HDE für passende politische Rahmenbedingungen ein. Insgesamt wird der Umsatz im Einzelhandel im laufenden Jahr nach HDE-Prognose um zwei Prozent auf 523 Milliarden Euro steigen. Die HDE-Konjunkturumfrage unter 1.000 Unternehmen aller Standorte, Größen und Branchen zeigt, dass mehr als zwei Drittel der größeren Unternehmen (mehr als 100 Beschäftigte) mit einem Umsatzplus in 2018 rechnen. Händler mit weniger als fünf Beschäftigten dagegen kalkulieren mehrheitlich sogar mit einem Umsatzminus.

„Zwischen kleinen und großen Handelsunternehmen geht die Schere auseinander“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Wachstumstreiber der Branche bleibt dagegen der Online-Handel, der um rund zehn Prozent auf 53,4 Milliarden Euro zulegen wird. Davon profitieren auch die Multichannel-Unternehmen, die auf die Kombination aus stationärem Geschäft und Online-Handel setzen. Hier erwarten 57 Prozent in 2018 bessere Geschäfte als noch im Vorjahr.

Mitten im Strukturwandel

„Der mittelständische Einzelhandel ist in dieser Zeit des Strukturwandels in der Branche mehr denn je auf die passenden politischen Rahmenbedingungen angewiesen. Die Bundesregierung muss deshalb die Kaufkraft der Verbraucher stärken und neue Belastungen für die Unternehmen vermeiden“, fordert Stefan Genth. Insbesondere müssten kleinere und mittlere Einkommen mutiger als bisher im Koalitionsvertrag vorgesehen entlastet werden. Demnach ist für den mittelständischen Handel auch entscheidend, dass der Standort Innenstadt attraktiv und erreichbar für Kunden und Logistik bleibe, wobei Fahrverbote kontraproduktiv seien.

Auf den Einsatz neuer Technologien im Handel reagieren die Kunden mehrheitlich aufgeschlossen. Das zeigt eine Verbraucherbefragung im Rahmen des aktuellen HDE-Konsummonitors. So kann sich mehr als die Hälfte der Befragten vorstellen, ihre Einkäufe im Geschäft selbst zu scannen und befürwortet die Nutzung von „Bestpreis-Apps“, also Apps, die einem zeigen, wo man günstig einkaufen kann. Hohe Akzeptanz verzeichnen zudem Hinweise auf Sonderangebote in der Nähe über Smartphones. Stefan Genth: „Damit der Handel das Potenzial der Digitalisierung für sich nutzen kann, muss die Bundesregierung neben dem Breitbandausbau Themen wie die Bekämpfung des Abmahnmissbrauchs und die Schaffung eines fairen Wettbewerbs mit ausländischen Plattformhändlern angehen.“

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