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Kundenwunsch: Mehr individualisierte Produkte bei Mode und Wohnen

25. Januar 2018, 10:07

Wer kauft individualisierte Produkte?

Ein knappes Drittel aller befragten Konsumenten hat personalisierbare Produkte bereits einmal oder sogar mehrfach ausprobiert. Weitere 47 Prozent können sich die Nutzung solcher Angebote gut vorstellen. Lediglich knapp 24 Prozent der Konsumenten haben noch nie ein Produkt nach ihren Wünschen gestaltet und können sich dies auch in Zukunft nicht vorstellen.

Konsumenten, die schon mal Produkte individualisiert haben, sind eher jüngeren Alters. Rund drei von vier dieser Nutzer sind unter 40 Jahre alt. Zudem hat diese Gruppe ein vergleichsweise hohes Haushaltsnettoeinkommen (über 3.000 Euro). Diejenigen, die an Produktindividualisierungen interessiert sind, auch wenn sie diese bisher noch nicht getestet haben, befinden sich eher in der mittleren Altersklasse und haben ein durchschnittliches Einkommen. Die Skeptiker sind zur Hälfte über 50 Jahre alt und verfügen über ein eher geringeres Haushaltsnettoeinkommen (unter 2.000 Euro). Fast zwei Drittel dieser Gruppe sind zudem männlich.

Beliebteste Branchen dafür

Am häufigsten werden aktuell Produkte aus der Branche Lebensmittel individualisiert, wie etwa Süßwaren, Müsli oder Gewürze. Drei von fünf Befragten, die schon einmal Artikel selbst gestaltet haben, haben bereits Produkte aus dieser Warengruppe gekauft. Dies liegt vor allem an dem niedrigen Kostenaufwand im Vergleich zu beispielsweise Schuhen oder Möbeln und dem aktuell schon recht großen Angebot von individualisierbaren Lebensmitteln.

Für die Zukunft wünschen sich die Konsumenten zusätzlich personalisierbare Produkte besonders in den Bereichen Fashion & Accessoires und Wohnen & Einrichten. Die Fashion-Branche ist vor allem bei den jüngeren Konsumenten sehr beliebt, da sie gerne einzigartige und exklusive Produkte kaufen, um sich von der Masse abzuheben.

Produkte selbstgestalten

Individualisierbare Produkte werden vor allem aus Gründen der Einzigartigkeit gekauft. Dies zeigt sich beispielsweise beim Kauf von anlassbezogenen Produkten. Die Konsumenten möchten etwas Besonderes und Persönliches verschenken – zum Beispiel zu Geburtstagen oder Hochzeiten – oder die Zugehörigkeit zu einer Gruppe ausdrücken, beispielsweise bei Junggesellenabschieden oder Firmenevents. Anlassbezogene Käufe von individualisierten Produkten lassen sich keiner bestimmten Käuferschicht zuordnen, da sie von Jung bis Alt und in den verschiedensten Branchen getätigt werden.

Darüber hinaus zeigt sich der Wunsch nach Einzigartigkeit auch in Käufen, die Nutzer für sich selbst individualisieren. Sie möchten sich dann ganz bewusst von der Masse abheben. In diesem Fall legen Konsumenten viel Wert auf qualitativ hochwertige und langlebige Produkte und nehmen für den Mehrwert der Individualität auch höhere Preise in Kauf. Im Niedrigpreissegment ist die Bereitschaft, für selbstdesignte Produkte mehr Geld auszugeben, eher gering.

Zur Studie

Worauf es beim Thema Produktindividualisierungen tatsächlich ankommt und wie Unternehmen wie Adidas, Storck, Spreadshirt und Mymuesli diese Herausforderung meistern, zeigt ihnen das aktuelle Consumer Barometer von IFH Köln und KPMG. Die Ergebnisse sind über den angegebenen Internetlink der Unternehmensberatung gratis gegen einen Newsletter-Bezug verfügbar.

home.kpmg.com/de/de/home/themen/2017/11/consumer-barometer-04-2017.html www.ifhkoeln.de