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Paketdienste: Lieferung nach zuhause wird wohl seltener und teurer

3. Dezember 2017, 15:31

„In der Zukunft könnte es so kommen, dass die Paketdienste standardmäßig an den Paketshop liefern und die Lieferung zur Haustür dann zum Beispiel 50 Cent extra kostet“, wird Boris Winkelmann, Geschäftsführer des Paketdienstes DPD, in der Freitagsausgabe der WiWo kurz vor dem ersten Advent zitiert. Als Gründe nennt der deutsche DPD-Chef das starke Wachstum des Onlinehandels und den damit einhergehenden hohen Aufwand bei der Zustellung und den Kosten. Schließlich können die Paketboten bei einem Stopp nur wenige Pakete verteilen.

„Die Zustellung an die Haustür muss angesichts des hohen Aufwandes teurer werden“, kommt mit Frank Rausch, Geschäftsführer von Hermes Germany, ein weiterer Marktteilnehmer zu Wort. „Die Abholung von Sendungen direkt vom Paketshop oder vom Paketkasten wird hingegen weiter an Bedeutung gewinnen“, prognostiziert der Deutschlandchef von Hermes. Die Tochter der Otto Group fordert gemeinschaftliche Paketshops von allen Anbietern in den Innenstädten: „Was wir dringend brauchen, sind große Paketshops oder Mikrodepots in den urbanen Räumen, die alle Paketdienste nutzen können“, betont Frank Rausch gegenüber der WiWo und sieht hier auch die Kommunen aus Gründen eines effizienteren Straßenverkehrs in der Pflicht, den Rahmen zu setzen und zum Beispiel passende Immobilien zur Verfügung zu stellen.

 

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