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Verschiedene Wachstumsschübe im Online-Handel

10. November 2016, 12:33

Wachstumsstärke des Onlinehandels

Der deutsche Onlinehandel zeigt auch weiterhin keine Spur von Wachstumsschwäche. Im Gegenteil: Im Jahr 2015 ist der Onlinehandel um zwölf Prozent auf 47 Milliarden Euro gewachsen, und für 2016 rechnen die IFH-Experten erstmals mit einem Umsatzvolumen von über 50 Milliarden Euro (Hochrechnung 2016: 52,3 Milliarden Euro). Damit stabilisiert sich die Wachstumsrate bei oberhalb von 11 Prozent. Dabei wächst der der Onlinemarkt nicht nur weiter, sondern auch schneller. Für das laufende Jahr wird ein Umsatzzuwachs von rund 5,3 Milliarden Euro im Vergleich zu 2015 erwartet. Das heißt: Auch das absolute Wachstum nimmt weiter zu.

„Der Onlinemarkt ist noch nicht erwachsen geworden. Die Wachstumsdynamik ist ungebrochen, ein Abflachen der Wachstumskurve noch nicht zu erkennen. Im Gegenteil: das absolute Wachstum des Onlinehandels nimmt spürbar zu, getrieben vor allem von den Nachzüglerbranchen, Das Internet hat sich längst als gleichberechtigter Einkaufskanal etabliert und wird zukünftig für noch mehr Produkte wichtiger Anlaufpunkt der Konsumenten sein. Eine differenzierte Betrachtung macht deutlich, dass in den nächsten Jahren aber selbst in einigen Vorreiterbranchen noch erhebliches Wachstum im Onlinehandel zu erwarten ist“, sagt Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln. 

Dynamische Branchenbereiche 

Getrieben wird dieses Wachstum des Gesamtmarktes vor allem durch die sogenannten Nachzüglerbranchen Wohnen und Einrichten, Heimwerken und Garten und FMCG (Fast Moving Consumer Goods). Vor allem Lebensmittel und Drogeriewaren gewannen zuletzt deutlich an Dynamik. 

Wie unterschiedlich stark die einzelnen Konsumgütermärkte am Gesamtwachstum beteiligt sind, verrät ein Blick auf die Top 20 Teilmärkte. Während Lebensmittel und Delikatessen mit einer Wachstumsrate von 27,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2014 zu 2015) mit Abstand der stärkste Treiber sind, haben Bücher mit einem Wachstum von lediglich 2,6 Prozent ihr Onlinemarktpotenzial scheinbar fast ausgeschöpft. Auch Möbel inkluisve Küchen, Elektro-Großgeräte und Körperpflege/Kosmetik gehören zu den wachstumsstarken Märkten.  

„Um die Dynamik des Onlinehandels für das eigene Geschäft richtig einschätzen zu können, hilft nur ein Blick auf einzelne Categories. Die IFH-Analyse der Sortimentsbereiche und Konsumgütermärkte zeigt, dass zum Beispiel auch in bereits reifen Onlinemärkten wie Consumer Electronics und Elektro durch einzelne Nachzügler wie Elektro-Großgeräte neue Wachstumsimpulse entstehen können“, erklärt IFH-Onlinemarktexperte Hansjürgen Heinick.

Über die Studie 

Der „Branchenreport Onlinehandel“, Jahrgang 2016 des IFH Köln liefert folgende Daten:

  • Onlineumsätze, Marktanteile und Online-Vertriebswege in neun Sortimentsbereichen, 45 Konsumgütermärkten
  • Entwicklungen der Jahre 2010 bis 2015/16
  • Prognosen bis 2020
  • Potenziale in unterschiedlichen Szenarien
  • Marktbedeutung von Amazon, eBay und anderen Marktplätzen
  • Multi-Channel Retailing, Online-Shopper, Mobile-Shopping und weitere Trends

 

www.ifhkoeln.de